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Reifendruck-Rechner für Rennrad, Gravel und MTB

Der richtige Luftdruck hängt von viel mehr ab als vom Körpergewicht. Wähl deinen Reifen aus über 180 Modellen, gib Gewicht, Gepäck und Felge ein und du bekommst den Druck für vorne und hinten.

Vorne und hinten getrennt Über 180 Reifenmodelle von 23 Herstellern Werkstatt-Check im Bike-Laden Fulda
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Rad und Einsatz

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Gewicht und Gepäck

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Reifen und Laufrad

Berechnung abgestimmt auf die Referenzwerte führender Laufrad- und Reifenhersteller. Halte immer den Maximaldruck ein, der auf Reifen und Felge steht.

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bar
Vorne–
Hinten–
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    Was wäre wenn?

      Passend für dein Setup

      Unsicher? Bring dein Rad in den Bike-Laden in der Karlstraße 34 – wir messen Druck, Reifen und Dichtmilch gleich mit.

      Florian
      Tipp von Florian

      Schreib dir deinen Wohlfühldruck auf und miss vor jeder Ausfahrt nach. Wenn du unsicher bist, bring dein Rad in den Bike-Laden – wir stellen den Druck gemeinsam mit dir ein.

      Warum der richtige Reifendruck so viel ausmacht

      Mehr Druck macht ein Rad nicht automatisch schneller. Auf rauem Asphalt und Schotter springt ein zu harter Reifen über jede Unebenheit – du verlierst Grip, Komfort und am Ende auch Tempo. Zu wenig Druck dagegen kostet Rollwiderstand, macht das Rad schwammig und erhöht das Risiko für Durchschläge und Felgenschäden. Der beste Druck liegt dazwischen, und er hängt von viel mehr ab als vom Körpergewicht.

      Das fließt in den Rechner ein

      • Systemgewicht: Du, dein Rad, Flaschen und Werkzeug. Der Druck steigt mit jedem Kilo – aber nicht im gleichen Verhältnis, deshalb hilft keine Faustformel wie „Gewicht durch zehn“.
      • Gepäck: Eine Lenkertasche belastet das Vorderrad, Satteltasche und Gepäckträger das Hinterrad, die Rahmentasche verteilt sich auf beide.
      • Reifen: Hersteller, Modell und Breite. Breitere Reifen haben mehr Luftvolumen und brauchen weniger Druck. Die Karkasse spielt mit: Verstärkte Reifen stützen sich selbst etwas ab, sehr leichte Rennreifen brauchen eine Spur mehr Luft.
      • Maulweite: Auf einer breiten Felge baut derselbe Reifen breiter auf als auf einer schmalen. Je breiter die Felge, desto weniger Druck.
      • Felge und System: Hookless, Felge mit Haken, Schlauch oder Schlauchreifen. Mit Schlauch brauchst du rund 10 % mehr Druck als tubeless, damit es keinen Durchschlag gibt.
      • Einsatz und Wetter: Gravel und Cyclocross brauchen weniger Druck als Rennrad, Trail und Downhill mehr als Cross-Country. Bei Nässe rechnen wir rund 10 % weniger für mehr Grip.

      Richtwerte für den Start

      Druck vorne / hinten in bar, tubeless, Standard-Karkasse, trocken, 28 Zoll bzw. 29 Zoll. Für dein Setup rechnet der Rechner oben genauer.

      Setup 65 kg 85 kg 105 kg
      Rennrad, 28 mm, Maulweite 21 mm, hookless 3,66 / 3,89 4,10 / 4,36 4,55 / 4,84
      Rennrad, 30 mm, Maulweite 23 mm, hookless 3,34 / 3,55 3,74 / 3,98 4,14 / 4,41
      Rennrad, 32 mm, Maulweite 25 mm, hookless 2,96 / 3,15 3,32 / 3,53 3,68 / 3,91
      Gravel, 40 mm, Maulweite 25 mm, hookless 2,04 / 2,17 2,29 / 2,44 2,54 / 2,70
      Gravel, 45 mm, Maulweite 25 mm, hookless 1,73 / 1,84 1,94 / 2,07 2,15 / 2,29
      MTB Cross-Country, 2,35 Zoll, Maulweite 30 mm 1,28 / 1,36 1,44 / 1,53 1,59 / 1,69
      MTB Trail, 2,4 Zoll, Maulweite 30 mm 1,46 / 1,56 1,64 / 1,75 1,82 / 1,94

      Die Gewichte sind Systemgewichte, also Fahrer plus Rad und Ausrüstung.

      Hookless-Felgen: Das musst du wissen

      Hookless-Felgen haben keinen Haken, der den Reifenwulst festhält. Der Reifen sitzt nur durch seine Spannung im Felgenbett. Deshalb gilt laut ETRTO eine Obergrenze von 5,0 bar (72,5 psi), und es dürfen nur tubeless-ready Reifen drauf, die dafür freigegeben sind. Wichtig ist auch die Mindestbreite: Auf 25 mm Maulweite gehören mindestens 29 mm breite Reifen, auf 30 mm Maulweite mindestens 47 mm. Der Rechner warnt dich, wenn dein Setup nicht passt. Schau vor dem Kauf trotzdem immer in die Freigabeliste deines Felgenherstellers.

      So findest du deinen Wohlfühldruck

      1. Pump auf den Wert aus dem Rechner – am besten mit einer Pumpe mit genauer Anzeige oder einem digitalen Manometer.
      2. Fahr eine Runde, die du gut kennst.
      3. Fühlt sich das Rad hart und unruhig an, nimm 0,1 bar raus. Schwimmt es in Kurven oder schlägt durch, gib 0,1 bar dazu.
      4. Notier dir deinen Wert. Tubeless-Reifen verlieren über ein paar Tage etwas Luft – prüf den Druck vor jeder Ausfahrt.

      Mehr dazu liest du in unserem Ratgeber Reifendruck am Rennrad und Gravelbike und zu Tubeless, Dichtmilch und Pannenhilfe. Pumpen findest du unter Fahrradpumpen, Schläuche und Flickzeug unter Fahrradschläuche & Flicken.

      Häufige Fragen

      Welcher Reifendruck ist beim Rennrad richtig?

      Mit 28 mm breiten Reifen und rund 85 kg Systemgewicht liegt der Startwert tubeless auf einer Hookless-Felge bei etwa 4,1 bar vorne und 4,4 bar hinten. Breitere Reifen und breitere Felgen brauchen weniger, ein Schlauch braucht rund 10 % mehr. Den genauen Wert für dein Setup liefert der Rechner.

      Warum braucht das Hinterrad mehr Druck als das Vorderrad?

      Auf dem Hinterrad liegt mehr Gewicht, weil du näher darüber sitzt. Deshalb bekommt es rund 6 % mehr Druck. Mit schwerer Satteltasche oder Gepäckträger wird der Unterschied größer.

      Wie viel Druck darf auf eine Hookless-Felge?

      Laut ETRTO höchstens 5,0 bar beziehungsweise 72,5 psi. Außerdem dürfen nur dafür freigegebene tubeless-ready Reifen montiert werden, und der Reifen muss breit genug für die Felge sein.

      Welchen Einfluss hat die Maulweite der Felge?

      Auf einer breiteren Felge baut der Reifen breiter auf und hat mehr Luftvolumen. Pro 2 mm mehr Maulweite sinkt der passende Druck je nach Reifenbreite um etwa 2 bis 4 %.

      Brauche ich mit Tubeless weniger Druck?

      Ja. Ohne Schlauch gibt es keinen Durchschlag, bei dem der Schlauch zwischen Felge und Reifen eingeklemmt wird. Tubeless fährst du deshalb etwa 10 % niedriger als mit Schlauch.

      Welcher Reifendruck passt beim Gravelbike?

      Mit 40 mm breiten Reifen auf 25 mm Maulweite und 85 kg Systemgewicht liegen die Startwerte bei etwa 2,3 bar vorne und 2,4 bar hinten. Mit 45 mm Reifen sind es rund 1,9 und 2,1 bar.

      Wie oft sollte ich den Reifendruck prüfen?

      Vor jeder Ausfahrt. Reifen verlieren über ein paar Tage Luft, tubeless etwas mehr als mit Schlauch. Schon 0,3 bar Unterschied spürst du deutlich.

      Grundlage: über 600 Vergleichswerte aus dem Reifendruck-Rechner eines führenden Laufradherstellers – unsere Berechnung weicht davon höchstens 0,02 bar ab – sowie die ETRTO-Vorgaben für Hookless-Felgen. Gepäck verteilen wir zusätzlich auf Vorder- und Hinterrad. Stand: 10/2026.