Packliste · Wandern & Trekking

Packliste Kungsleden

Die Packliste für den Kungsleden in Schwedisch-Lappland, vor allem für den rund 107 Kilometer langen Nordabschnitt von Abisko nach Nikkaluokta, zum Ausdrucken und Abhaken. Mit „Evtl.“ markiert sind die Extras für eine Zelttour. Etappen, Hütten und beste Reisezeit erklären wir im Ratgeber Kungsleden. Trekkingrucksäcke und Zelte findest du bei uns in Fulda und im Shop.
  • Kostenlos als PDF
  • Zum Ausdrucken & Abhaken
  • Aus unseren Läden in Fulda
Wanderer mit großem Trekkingrucksack auf einem Pfad durch ein felsiges Tal bei Abisko

Was gehört in die Packliste für den Kungsleden?

Der Kungsleden zieht sich laut Svenska Turistföreningen (STF) über gut 450 Kilometer von Abisko nach Hemavan. Die meisten gehen den Nordabschnitt von Abisko nach Nikkaluokta: 107 Kilometer in sieben Etappen, über den Tjäktja-Pass auf 1.150 Metern und vorbei am Kebnekaise. Diese Packliste für den Kungsleden ist für genau diesen Abschnitt geschrieben, als Hüttentour mit den Extras, die du für eine Zelttour brauchst.

Lappland im Sommer heißt Mitternachtssonne, Hängebrücken und Wetter, das am selben Tag von T-Shirt auf Mütze wechselt. In den Hütten gibt es keinen Strom und kein fließendes Wasser, und unterwegs hast du meist keinen Handyempfang. STF rechnet für die Hüttentour mit 10 bis 14 Kilo im Rucksack. Mit Zelt, Schlafsack und Kocher wird es deutlich mehr. Die Liste folgt unserer PDF, alles mit „Evtl.“ ist dort für die Zeltvariante markiert.

Rucksack, Schuhe und Packsystem

Der Weg ist gut markiert, aber steinig. Geröllfelder, nasse Holzstege und kleine Bachquerungen wechseln sich ab. Dein Rucksack trägt alles für eine Woche, deshalb lohnt sich hier die Anprobe mit Gewicht.

  • Trekkingrucksack mit 45 bis 55 Litern für die Hüttentour – mit Zelt eher 60 bis 70 Liter. Achte auf einen Hüftgurt, der das Gewicht wirklich trägt. Modelle unter Trekkingrucksäcke.
  • Wasserdichte, eingelaufene Trekkingschuhe – mit fester Sohle für Geröll und genug Halt am Knöchel.
  • Sandalen oder leichte Wasserschuhe – für Bachquerungen und abends an der Hütte.
  • Regenhülle und wasserdichte Packsäcke – Schlafsack und Wechselkleidung bleiben trocken, egal was kommt.
  • Trekkingstöcke – auf Geröll und bei Furten eine echte Hilfe.
  • Gamaschen (optional) – bei nassen, matschigen Wegabschnitten.
  • Sitzkissen – für Pausen auf kaltem Fels.

Kleidung für Fjällwetter

Auch im Juli kann es am Tjäktja-Pass windig, nass und kalt sein. Plane mit dem Zwiebelprinzip und so, dass du abends eine trockene Garnitur hast.

  • Schnell trocknende Trekkinghose
  • Zwei Garnituren Merino-Funktionsunterwäsche – eine zum Gehen, eine trockene für die Hütte und die Nacht.
  • Fleece- oder Isolationsjacke – welche Füllung besser zu dir passt, erklärt der Ratgeber Isolationsjacke: Daune oder Kunstfaser.
  • Hardshelljacke mit Kapuze – wind- und wasserdicht, lieber robust als ultraleicht.
  • Regenhose
  • Warme Mütze und Handschuhe – wiegen fast nichts, und am Pass bist du froh drüber.
  • Dünne und dicke Socken – drei Paar, eins trocknet immer außen am Rucksack.
  • Cap und Sonnenbrille – die Sonne steht im Sommer lange am Himmel.
  • Badesachen – in Abiskojaure, Alesjaure und Sälka gibt es eine Sauna.

Schlafen: Hütte oder Zelt

Die STF-Hütten am Nordabschnitt haben im Sommer ungefähr von Ende Juni bis Mitte oder Ende September geöffnet. Matratze, Decke und Kissen sind da, ein eigenes Laken mit Kissenbezug ist laut STF aber Pflicht, auch wenn du einen Schlafsack nutzt. Gebucht werden muss nicht: Mit Buchung ist dir ein Bett sicher, wenn du bis 18 Uhr ankommst.

  • Hüttenschlafsack – erfüllt die Laken-Pflicht und ist klein. Auswahl unter Hüttenschlafsäcke.
  • Kissenbezug – falls dein Hüttenschlafsack kein Kissenfach hat.
  • Ohrstöpsel und Schlafmaske – bei Mitternachtssonne im Schlafraum Gold wert.
  • Evtl. windstabiles Zelt – im offenen Fjäll steht ein Tunnel- oder Kuppelzelt mit guter Abspannung am besten.
  • Evtl. Schlafsack und Isomatte – auch im Sommer mit Nächten um den Gefrierpunkt rechnen.

Mit Zelt gilt in Schweden das Jedermannsrecht, das Allemansrätten. Als Faustregel nennt die schwedische Naturschutzbehörde ein bis zwei Nächte an einem Platz, weit genug weg von Wohnhäusern. In Nationalparks gelten eigene Regeln: Im Abisko-Nationalpark darfst du nur an ausgewiesenen Plätzen zelten, etwa am Haupteingang, bei Nissonjåhka und an der Hütte Abiskojaure. Wer an einer Hütte Küche, Sauna oder Trockenraum nutzt, zahlt vor Ort eine Servicegebühr pro Nacht.

Mückenschutz und Sonne

Die Mücken sind von Mittsommer bis Ende Juli am stärksten. Wer im August geht, hat meist mehr Ruhe, braucht dafür abends wieder eine Stirnlampe.

  • Insektenschutzmittel – für Haut und gegebenenfalls Kleidung.
  • Langärmlige Kleidung – am besten insektenabweisend ausgerüstet, dann musst du weniger sprühen.
  • Kopfnetz – sieht komisch aus, rettet aber den Abend an windstillen Tagen. Modelle unter Moskitonetze.
  • Sonnencreme und Lippenschutz

Küche, Verpflegung und Wasser

Gekocht wird in den Selbstversorgerküchen der Hütten, Gaskocher und Kochgeschirr sind vorhanden. Kleine Läden mit Trockenwaren und Konserven gibt es in Abiskojaure, Alesjaure und Sälka sowie an der Fjällstation Kebnekaise. In Tjäktja und Singi gibt es keinen Shop, dafür musst du Essen mitbringen.

  • Essen für die Abschnitte ohne Shop – plus eine Mahlzeit Reserve, falls dich das Wetter aufhält.
  • Snacks und Riegel
  • Trinkflasche und Thermosflasche – Wasser holst du an den Hütten aus Bach oder See. Auf der offenen Hochebene liegen die Bäche im Spätsommer teils weit auseinander.
  • Becher, Schale und Besteck
  • Evtl. Kocher, Topf und Gas – für die Zelttour. Gaskartuschen dürfen nicht ins Flugzeug, die kaufst du vor Ort.
  • Biologisch abbaubare Seife, Toilettenpapier und Müllbeutel – in den Hütten gibt es Plumpsklos, Müll trägst du wieder raus.

Erste Hilfe, Navigation und Dokumente

In den Hütten gibt es laut STF Notruftelefone, aber keine Steckdosen zum Laden. Bezahlen kannst du überall bar in schwedischen Kronen, mit Karte nur in einigen Hütten.

  • Erste-Hilfe-Set mit Blasenpflastern – plus persönliche Medikamente.
  • Mikrofaserhandtuch und Kulturbeutel – Reisegrößen reichen.
  • Karte und Kompass – Offline-Karten auf dem Handy sind gut, ersetzen die Karte aber nicht.
  • Handy und Powerbank – groß genug für eine Woche ohne Steckdose.
  • Stirnlampe – ab August wird es nachts wieder dunkel.
  • Personalausweis, Kreditkarte und Bargeld in Kronen
  • Tickets – Nachtzug nach Abisko und Bus von Nikkaluokta nach Kiruna. Die Boote über den Alesjaure und den Láddjujávri sparen jeweils einige Kilometer.

Unsere Tipps aus dem Laden

  • Einmal komplett Probe packen. Geh mit vollem Rucksack eine lange Tagestour, zum Beispiel in der Rhön. Dann merkst du, ob Hüftgurt und Schuhe auch nach sechs Stunden noch passen.
  • Trocken schlafen hat Vorrang. Schlafsack, Hüttenschlafsack und Abendkleidung kommen in eigene wasserdichte Packsäcke.
  • Bargeld nicht vergessen. Ohne Netz funktioniert die Kartenzahlung nicht überall, Kronen gehen immer.
  • Reisezeit nach Mücken und Licht wählen. Juli bringt Mitternachtssonne und Mücken, August weniger Mücken und die ersten dunklen Nächte.

Etappen, Hütten und Anreise erklären wir ausführlich im Ratgeber Kungsleden: Etappen, Hütten und Packliste. Planst du die Zeltvariante, hilft dir zusätzlich die Packliste für die Trekkingtour. Die Kungsleden-Packliste als PDF zum Ausdrucken und Abhaken lädst du oben herunter. Trekkingrucksack und Schuhe stellst du am besten vor Ort ein: Komm in unseren Outdoor-Laden in der Karlstraße 33 in Fulda, wir packen den Rucksack mit dir zur Probe. Gegenüber, in der Karlstraße 34, ist unser Bike-Laden.

Wanderer überqueren die Hängebrücke bei Alesjaure am Kungsleden in Schwedisch-Lappland Passender Ratgeber Kungsleden: Etappen, Hütten und Packliste für LapplandKungsleden: Etappen von Abisko nach Nikkaluokta, STF-Hütten oder Zelt, beste Reisezeit und die passende Packliste für Lappland.Ratgeber lesen →

Häufige Fragen zur Packliste Kungsleden

Wie schwer sollte der Rucksack auf dem Kungsleden sein?

Für eine Hüttentour rechnet STF mit etwa 10 bis 14 Kilo. Mit Zelt, Schlafsack, Isomatte und Kocher wird es deutlich mehr. Am meisten sparst du, wenn du Essen gezielt für die Abschnitte ohne Shop einplanst.

Was muss ich in die STF-Hütten mitbringen?

Ein eigenes Laken mit Kissenbezug oder einen Hüttenschlafsack, das ist laut STF Pflicht. Matratze, Decke und Kissen sind vorhanden, ebenso Gaskocher in der Küche. Essen brauchst du vor allem für Hütten ohne Shop wie Tjäktja und Singi, dazu Bargeld in schwedischen Kronen.

Darf man am Kungsleden wild zelten?

Grundsätzlich erlaubt das schwedische Jedermannsrecht, ein bis zwei Nächte an einem Platz abseits von Wohnhäusern zu zelten. In Nationalparks gelten aber eigene Regeln. Im Abisko-Nationalpark darfst du nur an ausgewiesenen Plätzen zelten, zum Beispiel bei Nissonjåhka und an der Hütte Abiskojaure.

Wann sind die Mücken am Kungsleden am schlimmsten?

Am stärksten ist die Mückenzeit von Mittsommer bis Ende Juli. Ab August wird es meist ruhiger, dafür werden die Nächte wieder dunkel und du brauchst eine Stirnlampe. Langärmlige Kleidung, Insektenschutzmittel und ein Kopfnetz gehören im Hochsommer in jeden Rucksack.

Gibt es auf dem Kungsleden Handyempfang?

Meist nicht, in den Bergen hast du über weite Strecken kein Netz. In den STF-Hütten gibt es Notruftelefone, aber keine Steckdosen zum Laden. Nimm eine Powerbank für die ganze Tour sowie Karte und Kompass mit.